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Ursachen und Risikofaktoren für Typ-1- und Typ-2-Diabetes

Typ-1-Diabetes Ursachen: Ursache von Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunreaktion: das Immunsystem zerstört die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse.

Typ-1-Diabetes Risikofaktoren: Wie es zur Entstehung von Typ-1-Diabetes kommt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Folgende Risikofaktoren sind bekannt oder werden vermutet:

  1. Genetische Veranlagung
  2. Virusinfektionen in der frühen Kindheit (und Schwangerschaft)
  3. Ernährung im Säuglingsalter
  4. Vitamin-D-Mangel
  5. Geburt per Kaiserschnitt

Typ-2-Diabetes Ursachen: Ursache von Typ-2-Diabetes ist eine Kombination aus Insulinresistenz und einer nachlassenden Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse.

Typ-2-Diabetes Risikofaktoren: Die 15 wichtigsten Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes sind:

  1. Übergewicht
  2. Fettleber
  3. Fettstoffwechselstörungen
  4. Bewegungsmangel
  5. Ungesunde Ernährung
  6. Hoher Blutdruck
  7. Rauchen
  8. Regelmäßiger Alkoholkonsum
  9. Schlafmangel und zu viel Schlaf
  10. Depression
  11. Diabetes in der Schwangerschaft
  12. Bestimmte Medikamente
  13. Umweltfaktoren
  14. Familiäre Vorbelastung
  15. Alter

Für beide Diabetes-Typen gilt: Manche Risikofaktoren, wie genetische Veranlagung oder Alter, sind nicht beeinflussbar. Andere Risikofaktoren hängen vom Lebensstil ab und können z. B. durch gesunde Ernährung und Bewegung reduziert werden.

Besuchen Sie die roten Infobusse der Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“, um sich über Diabetes zu informieren.

Sprechen Sie zudem mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie Ihr Risiko reduzieren können. Oft macht sich Typ-2-Diabetes erst Jahre später durch eine Folgeerkrankung bemerkbar. Eine möglichst frühe Diagnose im Rahmen eines Gesundheits-Checks bei Ihrem Arzt ist daher wichtig.

Ursachen von Typ-1-Diabetes

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört.

Insulin ist der Schlüssel, der Zucker (= Glukose) aus dem Blut in die Zellen bringt, wo er als Energie genutzt wird. Bei Typ-1-Diabetes fehlt dieser Schlüssel. In der Folge bleibt der Zucker im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt stark an.

Dieser Autoimmunprozess kann sich manchmal in nur wenigen Monaten entwickeln. Sobald die Insulinproduktion stark abnimmt, treten bei Typ-1-Diabetes Symptome wie starker Durst, häufiges Wasserlassen und Gewichtsverlust auf.

Ursachen von Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich meist über Jahre entwickelt. Anfangs produziert die Bauchspeicheldrüse noch genug Insulin, aber die Körperzellen reagieren nicht mehr ausreichend darauf. Dieser Zustand wird Insulinresistenz genannt.

Insulin ist der Schlüssel, der Zucker (= Glukose) aus dem Blut in die Zellen bringt. Bei Typ-2-Diabetes passt der Schlüssel nicht mehr richtig ins Schloss. In der Folge bleibt mehr Zucker im Blut, und der Blutzuckerspiegel steigt langsam an.

Um den Blutzuckerspiegel zu senken, produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin. Mit der Zeit kann die Bauchspeicheldrüse die gesteigerte Insulinproduktion nicht aufrechterhalten und die Insulinproduktion sinkt.

Dieser schleichende Prozess führt bei Typ-2-Diabetes zu Symptomen, die chronisch sind und oft erst spät erkannt werden.

5 Risikofaktoren für Typ-1-Diabetes

Wie es zur Entstehung der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes kommt, ist nicht vollständig geklärt. Nach dem aktuellen Stand der Forschung geht man davon aus, dass genetische Veranlagung sowie beeinflussbare Umwelteinflüsse zusammenwirken:

  1. Genetische Veranlagung
  2. Virusinfektionen in der frühen Kindheit (und Schwangerschaft)
  3. Ernährung im Säuglingsalter
  4. Vitamin-D-Mangel
  5. Geburt per Kaiserschnitt

1) Genetische Faktoren für Typ-1-Diabetes

Wenn ein Elternteil Typ-1-Diabetes hat, steigt das Risiko für das Kind deutlich.

  • Vater betroffen → Risiko ca. 5 %
  • Mutter betroffen → Risiko ca. 3 %
  • Beide Eltern betroffen → Risiko bis zu 25 %

Das liegt daran, dass bestimmte Gene steuern, wie das Immunsystem „körpereigen“ von „fremd“ unterscheidet.

Durch genetisch bedingte Fehler in dieser Steuerung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass das Immunsystem die eigenen Zellen als „fremd“ wahrnimmt und angreift.

2) Virusinfektionen in der frühen Kindheit (und Schwangerschaft)

Es wird vermutet, dass die folgenden Virus-Infektionen das Risiko für eine Erkrankung an Typ-1-Diabetes erhöhen:

  • Coxsackie-B (Hohes Risiko)
  • Rota
  • Mumps
  • Influenza
  • Hepatitis-A/C-
  • Herpes
  • Epstein-Barr
  • Varizella-Zoster-Viren
  • SARS-CoV-2

Außerdem geht man davon, dass folgende Infektionen der Mütter während der Schwangerschaft das Risiko für eine Erkrankung an Typ-1-Diabetes erhöhen:

  • Röteln (Hohes Risiko)
  • Mumps

Für die meisten Viren (außer Coxsackie-B und Röteln) sind die Forschungsergebnisse aber noch schwach oder widersprüchlich.

Das stärkste Risiko besteht bei Röteln: Bis zu 50 % der Kinder entwickeln später Typ-1-Diabetes, wenn die Mutter während der Schwangerschaft eine Rötelninfektion hatte.

Beeinflussbarkeit: Direkte Vermeidung ist kaum möglich. Es wird vermutet, dass Impfungen (z. B. Rota, Mumps, und Röteln) das Risiko senken.

3) Ernährung im Säuglingsalter

In Studien zeigen sich Hinweise darauf, dass Eiweißbestandteile aus Kuhmilch oder Gluten das Immunsystem „fehlprogrammieren“ könnten und eine Autoimmunreaktion begünstigen.

Beeinflussbarkeit: Es wird empfohlen, Säuglinge mindestens 4–6 Monate zu stillen. Beikost (inklusive Gluten) sollte schrittweise zwischen dem vierten und sechsten Monat eingeführt werden, während das Kind noch gestillt wird.

4) Vitamin-D-Mangel

Kinder mit neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes haben häufiger niedrige Vitamin-D-Spiegel als gesunde Kinder. Da Vitamin D die Entwicklung des Immunsystems unterstützt, wird vermutet, dass ein Mangel die Entstehung von Autoimmunkrankheiten wie Typ-1-Diabetes begünstigt.

Beeinflussbarkeit: Regelmäßige Sonnenexposition und vitamin-D-reiche Lebensmittel wie fettreicher Fisch oder Eier helfen, den Bedarf zu decken. Zusätzlich wird empfohlen, Kindern in sonnenarmen Monaten Vitamin-D-Präparate zu geben.

5) Geburt per Kaiserschnitt

Bei genetischer Vorbelastung ist das Risiko nach Kaiserschnitt etwa doppelt so hoch wie nach vaginaler Geburt.

Damit ist der Kaiserschnitt größte bekannte nicht genetische Risikofaktor für die Entwicklung von Typ-1-Diabetes. Er muss aber immer im Zusammenspiel mit anderen Faktoren gesehen werden.

Vermuteter Mechanismus: Bei der vaginalen Geburt erhält das Kind wichtige Bakterien aus dem mütterlichen Vaginalbereich (= Vaginalflora). Die Bakterien helfen, das Immunsystem zu regulieren.

Beim Kaiserschnitt fehlt dieser Kontakt und die Darmflora entwickelt sich anders.

Beeinflussbarkeit: Einen Kaiserschnitt möglichst nur aus medizinischen Gründen durchführen.

15 Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes

Die folgenden 15 Risikofaktoren wirken zusammen und verstärken sich gegenseitig.

Zum Beispiel begünstigt Übergewicht eine Fettleber und erhöht den Blutdruck.

Wer frühzeitig gegensteuert, senkt daher nicht nur einen Risikofaktor, sondern mehrere Risikofaktoren gleichzeitig:

  1. Übergewicht
  2. Fettleber
  3. Fettstoffwechselstörungen (z. B. hohes Cholesterol)
  4. Bewegungsmangel
  5. Ungesunde Ernährung
  6. Hoher Blutdruck
  7. Rauchen
  8. Regelmäßiger Alkoholkonsum
  9. Schlafmangel und zu viel Schlaf
  10. Depression
  11. Diabetes in der Schwangerschaft
  12. Bestimmte Medikamente (z. B. Kortison)
  13. Umweltfaktoren
  14. Familiäre Vorbelastung
  15. Alter

1) Übergewicht

Bei Übergewicht – besonders bei übermäßigem Bauchfett – schüttet das Fettgewebe entzündungsfördernde Botenstoffe aus, die das Wirken von Insulin blockieren.

Dadurch reagieren die Zellen schlechter auf Insulin und nehmen weniger Zucker aus dem Blut auf. Die Folge ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel.

Wenn der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist, muss die Bauchspeicheldrüse ständig mehr Insulin ausschütten , um den hohen Blutzuckerspiegel auszugleichen.

Die Zellen reagieren mit der Zeit schlechter darauf und die Insulinresistenz nimmt zu.

Beeinflussbarkeit: Schon 5–10 % Gewichtsverlust reichen aus, um die Insulinempfindlichkeit messbar zu verbessern.

2) Fettleber

Die Leber speichert Zucker aus dem Blut und kann selbst Zucker produzieren. Bei Bedarf gibt sie Zucker ins Blut und sorgt so für einen stabilen Blutzuckerspiegel.

Insulin ist dabei das „Stoppsignal“: Es verhindert, dass die Leber zu viel Zucker ins Blut gibt.

Wenn sich zu viel Fett in der Leber ansammelt, reagiert die Leber schlechter auf Insulin. In der Folge gibt die Leber auch dann Zucker ins Blut, wenn der Blutzuckerspiegel schon hoch ist.

Beeinflussbarkeit: Eine Fettleber kann sich durch Gewichtsabnahme, weniger Zucker- und Alkoholkonsum sowie regelmäßige Bewegung zurückbilden.

3) Fettstoffwechselstörungen (z. B. hohes Cholesterol)

Bei einer Fettstoffwechselstörung liegen die Werte der im Blut enthaltenen Fette über dem normalen Bereich.

Wenn zu viele Fette im Blut zirkulieren, werden sie in Organen wie der Leber und den Muskeln eingelagert. Dadurch reagieren die Zellen schlechter auf Insulin.

Beeinflussbarkeit: Eine Umstellung der Ernährung, Gewichtsabnahme und Bewegung können die Blutwerte verbessern. Zudem gibt es Medikamente, die den Fettstoffwechsel verbessern.

4) Bewegungsmangel

Wenn sich eine Person wenig bewegt, aktivieren die Muskelzellen weniger GLUT-4.

GLUT-4 (= Glukose-Transporter) arbeitet zusammen mit Insulin, um Zucker (= Glukose) aus dem Blut in die Muskelzellen zu schleusen. Insulin gibt das Signal, GLUT-4 an die Zelloberfläche zu bringen, wo es Zucker aufnimmt.

Wenn weniger GLUT-4 aktiviert wird, steigt die Insulinresistenz.

Beeinflussbarkeit: Bereits 30 Minuten Bewegung am Tag können die Insulinempfindlichkeit verbessern.

5) Ungesunde Ernährung

Eine ballaststoffarme, energiereiche Ernährung mit viel Zucker, Fett, rotem Fleisch und hoch verarbeiteten Lebensmitteln (z. B. Tiefkühlpizza oder Doseneintöpfe) erhöht die Insulinresistenz und erhöht den Blutzucker.

Zudem steigt das Risiko für (chronische) Entzündungen, die ebenfalls zu einer erhöhten Insulinresistenz führen.

Beeinflussbarkeit: Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Hülsenfrüchtern, Vollkornprodukten und frischem Obst, (z. B. Heidelbeeren, Trauben und Äpfeln) senkt das Risiko deutlich.

6) Hoher Blutdruck

Hoher Blutdruck schädigt langfristig die Blutgefäße und fördert entzündliche Prozesse im Körper. Dadurch reagieren die Zellen schlechter auf Insulin und der Blutzucker steigt an.

Beeinflussbarkeit: Regelmäßige Bewegung, weniger Salz, Vermeidung von übermäßigem Stress und ausreichend Erholung können den Blutdruck senken. Zudem können blutdrucksenkende Medikamente helfen.

7) Rauchen

Beim Rauchen gelangen giftige Stoffe in den Körper. Die Folge sind:

  • Entzündungen: erhöhen Insulinresistenz
  • Mehr Bauchfett: erhöhen Insulinresistenz
  • Schlechtere Durchblutung: erhöht Insulinresistenz
  • Mehr Stresshormone: erhöhen den Blutzuckerspiegel

Beeinflussbarkeit: Schon wenige Wochen nach einem Rauchstopp verbessern sich die Entzündungswerte und die Durchblutung. In der Folge sinkt die Insulinresistenz und damit das Risiko für Typ-2-Diabetes.

8) Regelmäßiger Alkoholkonsum

Alkohol wird in der Leber abgebaut. Dabei entsteht ein Überschuss an NADH und ein Mangel an NAD+. NADH und NAD+ sind Moleküle, die den Energiehaushalt der Leber steuern.

Durch dieses Ungleichgewicht verbrennt die Leber weniger Fett, was die Entstehung einer Fettleber begünstigt.

Statt Fett zu verbrennen, produziert die Leber mehr Zucker und gibt diesen ins Blut ab. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel.

Beeinflussbarkeit: Ein geringer Alkoholkonsum oder der komplette Verzicht entlasten die Leber bereits nach wenigen Wochen, stabilisieren den Blutzuckerspiegel und verbessern die Insulinempfindlichkeit.

9) Schlafmangel und zu viel Schlaf

Bei Schlafmangel (weniger als 6–7 Stunden) reagieren die Körperzellen schlechter auf Insulin und nehmen weniger Zucker aus dem Blut auf.

Zudem werden Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Diese Stresshormone führen dazu, dass die Leber mehr Zucker ins Blut freigibt.

Lange Schlafzeiten (mehr als 9 Stunden) sind kein direkter Risikofaktor. Sie sind aber oft mit Übergewicht, ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel verbunden – wichtige Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes.

Beeinflussbarkeit: 7–8 Stunden Schlaf pro Nacht gelten als ideal für einen gesunden Stoffwechsel.

10) Depression

Depression erschwert das Kochen und Einkaufen, was zu einer Ernährung mit mehr Zucker und Fett führt.

Menschen mit Depression leiden außerdem häufig an Antriebslosigkeit und bewegen sich daher nicht ausreichend.

Zudem sind Schlafstörungen ein häufiges Symptom. Diese beeinflussen den Stoffwechsel.

Beeinflussbarkeit: Psychotherapie, Stressreduktion, regelmäßige Bewegung und strukturierte Tagesabläufe können Menschen mit Depressionen helfen, ihre Lebensführung und den Stoffwechsel zu verbessern.

11) Diabetes in der Schwangerschaft

Manche Frauen entwickeln während der Schwangerschaft eine Insulinresistenz, die zu einem Schwangerschaftsdiabetes (= Gestationsdiabetes) führen kann. Nach der Geburt normalisieren sich die Blutzuckerwerte meist wieder.

Das Risiko bleibt jedoch bestehen: Frauen mit Gestationsdiabetes haben ein 7-fach erhöhtes Risiko, später Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Etwa 30–50 % erkranken innerhalb von zehn Jahren, wenn keine Prävention erfolgt.

Beeinflussbarkeit: Schwangerschaftsdiabetes kann oft durch eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung vorgebeugt werden.

Auch Frauen, die bereits einen Schwangerschaftsdiabetes hatten, können das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, durch eine gesunde Ernährung und Bewegung deutlich senken.

12) Bestimmte Medikamente (z. B. Kortison)

Einige Medikamente können den Zuckerstoffwechsel beeinträchtigen und das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen. Besonders relevant sind Kortisonpräparate, bestimmte Antipsychotika und manche Betablocker.

Beeinflussbarkeit: Eine ärztliche Rücksprache kann klären, ob die Dosis angepasst, das Medikament gewechselt oder zusätzliche Maßnahmen zum Schutz des Zuckerstoffwechsels ergriffen werden sollten.

13) Umweltfaktoren

Luftverschmutzung fördert chronische Entzündungen im Körper. Diese Entzündungen verschlechtern die Insulinempfindlichkeit und erhöhen den Blutzuckerspiegel.

Dauerhafter Lärm erhöht die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol. Diese Hormone steigern die Zuckerfreisetzung der Leber und fördern die Insulinresistenz.

Bestimmte Chemikalien, die in Kunststoffen (z. B. BPA) oder Pflanzenschutzmitteln vorkommen, können den Hormonhaushalt stören und die Insulinempfindlichkeit verschlechtern.

Beeinflussbarkeit: Weniger Zeit in luft- und lärmbelasteten Gebieten zu verbringen und Luftfilter in Innenräumen zu installieren, hilft, das Risiko zu senken.

Lebensmittel in Glas statt Plastik oder unverpackt kaufen, Essen nicht in Plastikbehältern aufwärmen und auf Kennzeichnungen wie „BPA-frei“ bei Trinkflaschen, Vorratsdosen und Babyartikeln achten, reduziert die Belastung durch Chemikalien.

14) Familiäre Vorbelastung

Wenn ein Elternteil an Typ-2-Diabetes erkrankt ist, steigt das Risiko um etwa das 1,7-Fache im Vergleich zu Personen ohne familiäre Vorbelastung. Wenn beide Eltern betroffen sind, erhöht sich das Risiko sogar auf das fast Dreifache (Faktor 2,9).

Beeinflussbarkeit: Das erhöhte Risiko liegt nicht nur an den Genen, sondern oft auch an gemeinsamen Lebensgewohnheiten wie Ernährung und Bewegung.

Studien belegen, dass ein aktiver Lebensstil das Diabetesrisiko trotz genetischer Vorbelastung um mehr als die Hälfte reduzieren kann.

15) Alter

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Stoffwechsel. Die Muskelmasse nimmt ab, während der Anteil an Fettgewebe steigt. Dadurch sinkt die Fähigkeit des Körpers, Zucker aus dem Blut aufzunehmen.

Gleichzeitig reagiert die Leber schlechter auf Insulin und gibt häufiger Zucker ins Blut ab. Diese Veränderungen führen dazu, dass die Insulinempfindlichkeit abnimmt und das Risiko für Typ-2-Diabetes steigt.

Beeinflussbarkeit: Natürlich kann man den Alterungsprozess nicht aufhalten. Regelmäßiges Krafttraining und eiweißreiche Ernährung können den Muskelabbau aber verlangsamen und die Insulinempfindlichkeit so erhalten.

Häufig gestellte Fragen

Wie bekommt man Diabetes?

Man bekommt Typ-1-Diabetes, wenn das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Auslöser sind meist eine genetische Veranlagung in Kombination mit Umweltfaktoren wie Virusinfektionen.

Man bekommt Typ-2-Diabetes schleichend durch Insulinresistenz und eine Überlastung der Bauchspeicheldrüse. Hauptursachen sind Übergewicht, Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung, oft verstärkt durch genetische Faktoren.

Wie entsteht eine Insulinresistenz?

Insulinresistenz bedeutet, dass die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin reagieren, sodass Zucker schlechter aus dem Blut aufgenommen wird.

Bei Typ-2-Diabetes entsteht sie durch Übergewicht, Fetteinlagerungen in Leber und Muskeln sowie chronische Entzündungen. Diese Faktoren blockieren die Signalwege von Insulin.

Bei Typ-1-Diabetes spielt Insulinresistenz keine Rolle, da hier die Insulinproduktion selbst durch die Autoimmunreaktion zerstört wird.

Was sind die Ursachen für Prädiabetes?

Prädiabetes ist eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes, bei der die Blutzuckerwerte bereits erhöht sind, aber noch nicht im diabetischen Bereich liegen.

Die Hauptursachen sind Übergewicht, insbesondere Bauchfett, Bewegungsmangel und eine kalorienreiche, zuckerhaltige Ernährung. Auch genetische Faktoren und Stress können das Risiko erhöhen.

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Welche Symptome hat Diabetes?
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