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Diabetes Symptome: Anzeichen von Typ-1- und Typ-2- Diabetes

Die Symptome von Typ-1-Diabetes treten meist plötzlich (= akute Symptome) auf. Typ-1-Diabetes entwickelt sich meistens im Kindes- oder Jugendalter.

Die Symptome von Typ-2-Diabetes entwickeln sich hingegen schleichend und bestehen meist über längere Zeit (= chronische Symptome). Sie bleiben oft über Jahre unbemerkt.

Typ-2-Diabetes entwickelt sich meistens nach dem 40. Lebensjahr. Mittlerweile wird die Krankheit aber immer öfter auch bei jüngeren Erwachsenen und Jugendlichen diagnostiziert.

Vergleich: Symptome bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes

Symptom
Symptom typisch bei Typ-1-Diabetes?
Symptom typisch bei Typ-2-Diabetes?
Warnsignal für Notfall?
Starker Durst (Polydipsie)
Ja
Ja
Nein
Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
Ja
Ja
Nein
Ungewollter Gewichtsverlust
Ja
Selten
Ja, bei Typ-1-Diabetes sofort ärztliche Hilfe suchen
Müdigkeit und Schwäche
Ja
Ja
Nein
Sehverschlechterung / wechselnde Sehstärke
Manchmal
Ja
Nein
Trockene Haut / Juckreiz
Manchmal
Ja
Nein
Appetitlosigkeit / Hungerattacken
Selten
Ja
Nein
Potenzstörungen / Libidoverlust
Selten
Ja
Nein
Muskelkrämpfe
Manchmal
Ja
Nein
Nervenschäden (Neuropathie)
Selten
Ja
Nein
Schlecht heilende Wunden
Selten
Ja
Nein
Häufige Infekte (z. B. Harnwege)
Manchmal
Ja
Nein
Menstruationsstörungen / Fruchtbarkeitsstörungen
Selten
Ja
Nein
Psychische Veränderungen
Manchmal
Ja
Nein
Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen
Ja
Selten
Ja, sofort ärztliche Hilfe suchen!
Süßlich-fruchtiger Atemgeruch (Aceton)
Ja
Selten
Ja, sofort ärztliche Hilfe suchen!
Schwindel / Bewusstseinsstörungen
Ja
Selten
Ja, sofort ärztliche Hilfe suchen!

Besuchen Sie die roten Infobusse der Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“, um sich über Diabetes zu informieren.

Sprechen Sie zudem mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie Ihr Risiko reduzieren können. Oft macht sich Typ-2-Diabetes erst Jahre später durch eine Folgeerkrankung bemerkbar. Eine möglichst frühe Diagnose im Rahmen eines Gesundheits-Checks bei Ihrem Arzt ist daher wichtig.

7 typische Symptome von Typ-1-Diabetes

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit (= Immunsystem attackiert eigene Zellen).

Die Bauchspeicheldrüse produziert kein Insulin mehr, weil das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört.

Insulin ist der Schlüssel, der Zucker (= Glukose) aus dem Blut in die Zellen bringt. Fehlt Insulin, bleibt die Glukose im Blut, statt in die Zellen zu gelangen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel (= Prozentualer Anteil von Zucker im Blut) stark an.

Dieser Autoimmunprozess kann sich innerhalb weniger Monate abspielen, was zu einem schnellen Anstieg der Symptome (= akute Symptome) führt, sobald der Insulinmangel zu stark wird.

7 typische Anzeichen von Typ-1-Diabetes sind:

  1. Starker Durst (Polydipsie)
  2. Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  3. Ungewollter Gewichtsverlust
  4. Müdigkeit und Schwäche
  5. Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen
  6. Süßlich-fruchtiger Geruch nach überreifem Obst im Atem
  7. Schwindel und Bewusstseinsstörungen

1) Starker Durst (Polydipsie)

Um den hohen Zuckergehalt im Blut auszugleichen, entzieht der Körper den Zellen Wasser, um das Blut zu verdünnen.

Dieser Flüssigkeitsverlust führt zu einem intensiven Durstgefühl, das oft nicht gestillt werden kann, selbst wenn Betroffene mehrere Liter am Tag trinken.

Bei Typ-1-Diabetes tritt dieses Symptom plötzlich und sehr ausgeprägt auf.

2) Häufiges Wasserlassen (Polyurie)

Die Nieren sind dafür zuständig, das Blut zu filtern. Sie scheiden Abfallstoffe aus und halten wichtige Substanzen wie Zucker (= Glukose) zurück.

Sobald der Blutzuckerspiegel einen gewissen Wert, die sogenannte Nierenschwelle, überschreitet, sind die Nieren überlastet.

Sie können den Zucker nicht mehr vollständig zurückhalten, und er gelangt in den Urin.

Da Zucker Wasser bindet, werden dabei große Flüssigkeitsmengen ausgeschieden. Das führt zu häufigem Wasserlassen, auch nachts.

Bei Typ-1-Diabetes tritt dieses Symptom plötzlich und sehr ausgeprägt auf.

3) Ungewollter Gewichtsverlust

Da der im Blut vorhandene Zucker ohne Insulin nicht in die Zellen gelangt, „hungern“ die Zellen.

In der Folge muss der Körper eine andere Energiequelle nutzen. Er greift auf Fettreserven zurück, um den Energiebedarf zu decken. Dieser Prozess führt zu raschem Gewichtsverlust.

4) Müdigkeit und Schwäche

Da der im Blut vorhandene Zucker ohne Insulin nicht in die Zellen gelangt, läuft der Körper auf Sparflamme.

Dies äußert sich in starker Müdigkeit und Schwäche sowie verminderter Leistungsfähigkeit. Betroffene fühlen sich selbst nach ausreichend Schlaf oft erschöpft.

5) Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen

Da der im Blut vorhandene Zucker ohne Insulin nicht in die Zellen gelangt, baut der Körper stattdessen Fett als Energiequelle ab.

Dabei entstehen sogenannte Ketonkörper, die sich im Blut ansammeln. Diese Ketonkörper sind sauer, wodurch der pH-Wert des Blutes sinkt.

Diese Übersäuerung wird als Ketoazidose bezeichnet. Die Folge einer Ketoazidose sind Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.

⚠ Wichtig: Eine Ketoazidose ist eine gefährliche Übersäuerung des Blutes, die lebensbedrohlich werden kann.

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen in Zusammenhang mit Acetongeruch (siehe Kapitel 6) oder Schwindel und Bewusstseinsstörungen (siehe Kapitel 7) auftreten.

6) Süßlich-fruchtiger Geruch nach überreifem Obst im Atem (= Acetongeruch)

Da der im Blut vorhandene Zucker ohne Insulin nicht in die Zellen gelangt, baut der Körper stattdessen Fett als Energiequelle ab.

Dabei entstehen sogenannte Ketonkörper (siehe Kapitel 5), einer davon ist Aceton.

Aceton ist flüchtig. Flüchtig bedeutet, dass es leicht verdampft. Da Aceton leicht verdampft, gelangt es über die Atemluft nach außen.

Die Folge: Der Atem riecht süßlich oder nach überreifem Obst.

7) Schwindel und Bewusstseinsstörungen

Ein extrem hoher Blutzuckerspiegel belastet den gesamten Organismus. Flüssigkeitsverlust, Elektrolytstörungen und die beginnende Ketoazidose (siehe Kapitel 5) können zu Schwindel und Bewusstseinsstörungen führen.

Im schlimmsten Fall droht ein diabetisches Koma, eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung, bei der Betroffene das Bewusstsein verlieren und in einen komatösen Zustand fallen.

13 typische Symptome von Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren, obwohl die Bauchspeicheldrüse zunächst noch Insulin produziert. Das wird Insulinresistenz genannt.

Insulin ist der Schlüssel, der Zucker (= Glukose) aus dem Blut in die Zellen bringt. Bei Insulinresistenz passt der Schlüssel nicht mehr richtig ins Schloss. Die Folge: Der Zucker bleibt im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt langsam, oft über Jahre hinweg.

Um den dauerhaft hohen Blutzuckerspiegel auszugleichen, muss die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin ausschütten. Irgendwann erschöpft sie sich, und die Insulinproduktion nimmt ab.

Dieser schleichende Prozess macht Typ-2-Diabetes besonders tückisch. Viele Beschwerden entwickeln sich langsam und bestehen über einen längeren Zeitraum (= chronische Symptome), sodass sie häufig erst spät erkannt werden.

13 typische Symptome von Typ-2-Diabetes sind:

  1. Starker Durst (Polydipsie)
  2. Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  3. Müdigkeit und Schwäche
  4. Sehverschlechterung / wechselnde Sehstärke
  5. Trockene Haut / Juckreiz
  6. Appetitlosigkeit / Hungerattacken
  7. Potenzstörungen / Libidoverlust
  8. Muskelkrämpfe
  9. Nervenschäden (Neuropathie)
  10. Schlecht heilende Wunden
  11. Häufige Infekte (z. B. Harnwege)
  12. Menstruationsstörungen / Fruchtbarkeitsstörungen
  13. Psychische Veränderungen

1) Starker Durst (Polydipsie)

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit unbemerkt an. Um den hohen Zuckergehalt im Blut auszugleichen, entzieht der Körper den Zellen Wasser, um das Blut zu verdünnen.

Dieser Flüssigkeitsverlust führt zu einem zunehmenden Durstgefühl. Anders als bei Typ-1-Diabetes entwickelt sich dieses Symptom meist schleichend und wird oft erst spät wahrgenommen.

2) Häufiges Wasserlassen (Polyurie)

Die Nieren sind dafür zuständig, das Blut zu filtern. Sie scheiden Abfallstoffe aus und halten wichtige Substanzen wie Zucker (= Glukose) zurück.

Sobald der Blutzuckerspiegel einen gewissen Wert, die sogenannte Nierenschwelle, überschreitet, sind die Nieren überlastet.

Sie können den Zucker nicht mehr vollständig zurückhalten, und er gelangt in den Urin.

Da Zucker Wasser bindet, werden dabei große Flüssigkeitsmengen ausgeschieden. Das führt zu häufigem Wasserlassen, auch nachts.

Weil sich die Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetes langsam erhöhen, ist das Wasserlassen zunächst nur leicht verstärkt. Viele Betroffene führen das auf andere Ursachen zurück und bemerken die Veränderung erst spät.

3) Müdigkeit und Schwäche

Bei Typ-2-Diabetes gelangt Zucker zwar in die Zellen, aber durch die Insulinresistenz nicht in ausreichender Menge.

Der Körper arbeitet ineffizient und läuft auf Sparflamme. Dies äußert sich in starker Müdigkeit und Schwäche sowie verminderter Leistungsfähigkeit. Betroffene fühlen sich selbst nach ausreichend Schlaf oft erschöpft.

4) Sehverschlechterung / wechselnde Sehstärke

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel oft über längere Zeit unbemerkt an. Hohe Blutzuckerwerte verändern langfristig den Flüssigkeitshaushalt in der Linse des Auges.

Das führt zu verschwommenem Sehen oder wechselnder Sehstärke. Bei Typ-2-Diabetes tritt dies häufig auf, weil die Erkrankung oft lange unentdeckt bleibt und der Blutzucker deshalb dauerhaft und über einen langen Zeitraum erhöht ist.

5) Trockene Haut / Juckreiz

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit unbemerkt an. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte beeinträchtigen die Hautdurchblutung und den Feuchtigkeitshaushalt.

Die Haut wird trocken und Juckreiz (z. B. im Genitalbereich) kann auftreten.

6) Appetitlosigkeit / Hungerattacken

Bei Typ-2-Diabetes reagiert der Körper nicht mehr ausreichend auf Insulin (= Insulinresistenz). Nach dem Essen steigt der Blutzucker stark an, weil die Zellen den Zucker nicht aufnehmen können.

Die Bauchspeicheldrüse versucht gegenzusteuern und schüttet viel Insulin aus – manchmal zu viel. Dadurch fällt der Blutzucker – oft erst 2–4 Stunden nach der Mahlzeit – plötzlich stark ab.

Diese „Achterbahnfahrt“ führt zu Blutzuckerschwankungen:

  • Sehr hohe Blutzuckerwerte: Appetitlosigkeit, selbst wenn lange nicht gegessen wurde
  • Plötzlicher Abfall der Blutzuckerwerte: Heißhungerattacken

Diese Schwankungen belasten den Stoffwechsel und erschweren ein stabiles Essverhalten.

7) Potenzstörungen / Libidoverlust

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit unbemerkt an. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte schädigen Blutgefäße und Nerven und beeinflussen den Hormonhaushalt.

Die Folge: Die Durchblutung im Genitalbereich nimmt ab und die Nervenleitfähigkeit verschlechtert sich. Zusätzlich können hormonelle Veränderungen das sexuelle Verlangen mindern.

Das führt zu Erektionsstörungen bei Männern und Libidoverlust bei beiden Geschlechtern. Oft ist dies ein frühes Warnsignal für Gefäßschäden.

8) Muskelkrämpfe

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit unbemerkt an. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte führen dazu, dass der Körper überschüssigen Zucker über den Urin ausscheidet.

Dabei kommt es zu einer vermehrten Wasserausscheidung. Dadurch gehen auch Elektrolyte (= gelöste Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Magnesium, die für Nerven- und Muskelfunktion wichtig sind) verloren.

Die Folge: Der Elektrolythaushalt gerät aus dem Gleichgewicht, was die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln stört.

Gleichzeitig schädigt der hohe Blutzucker langfristig die Blutgefäße. Dadurch wird die Durchblutung schlechter und die Muskulatur erhält weniger Sauerstoff und Nährstoffe.

Das Zusammenspiel dieser Faktoren verursacht häufige und hartnäckige Muskelkrämpfe, besonders nachts.

9) Nervenschäden (Neuropathie)

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit unbemerkt an. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die feinen Nervenfasern.

Typische Anzeichen für Nervenschäden sind Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen in Füßen und Händen. Da Typ-2-Diabetes oft spät erkannt wird, können Nervenschäden (=Neuropathie) bereits bei der Diagnose vorhanden sein.

10) Schlecht heilende Wunden

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit unbemerkt an. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte beeinträchtigen die Durchblutung und schwächen die Immunabwehr.

Die Folge: Wunden heilen langsamer und sind anfälliger für Infektionen.

11) Häufige Infekte (z. B. Harnwege)

Bei Typ-2-Diabetes steigt der Blutzuckerspiegel über längere Zeit unbemerkt an. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte bieten einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze, weil Zucker eine ideale Energiequelle für Mikroorganismen ist.

Zusätzlich schwächt hoher Blutzucker die Abwehrzellen (weiße Blutkörperchen), sodass Infektionen nicht nur häufiger auftreten, sondern auch langsamer abheilen.

Das führt zu wiederkehrenden Infektionen, vor allem der Harnwege und der Haut. Auch Pilzinfektionen in Hautfalten oder im Genitalbereich treten häufiger auf.

12) Menstruationsstörungen / Fruchtbarkeitsstörungen

Bei Typ-2-Diabetes reagiert der Körper nicht mehr ausreichend auf Insulin (= Insulinresistenz). Die Bauchspeicheldrüse produziert daraufhin mehr Insulin, um den Blutzucker zu senken.

Hohe Insulinspiegel wirken direkt auf die Eierstöcke, die Insulinrezeptoren besitzen. Das führt dazu, dass die Eierstöcke mehr Androgene (männliche Hormone) und weniger Östrogene (= weibliche Hormone) produzieren.

Durch diese Veränderungen im Hormonhaushalt kann der Zyklus unregelmäßig werden oder ganz ausbleiben. Bei Frauen steigt dadurch das Risiko für das polyzystische Ovarialsyndrom (= hormonelle Störung mit unregelmäßigen Zyklen und eingeschränkter Fruchtbarkeit).

13) Psychische Veränderungen

Die chronische Belastung durch die Erkrankung, Blutzuckerschwankungen und Begleiterkrankungen wirken sich auf die Psyche aus. Sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes können Depressionen, Angstzustände und Stress auftreten.

Bei Typ-2-Diabetes sind diese psychischen Veränderungen jedoch noch häufiger. Das liegt vor allem an zusätzlichen Faktoren:

Typ-2-Diabetes geht oft mit weiteren Beschwerden wie Müdigkeit und Schwäche, Nervenschäden (Neuropathie), Potenzstörungen, etc. einher. Diese Symptome beeinträchtigen die Lebensqualität und können Gefühle von Hilflosigkeit und Frustration verstärken.

Typ-2-Diabetes wird oft spät diagnostiziert, wenn bereits mehrere dieser Symptome bestehen. Das kann Stress und Sorgen erhöhen.

Häufig gestellte Fragen zu Diabetes-Symptomen

Welche Symptome habe ich bei Diabetes Mellitus?

Diabetes Mellitus ist ein Überbegriff für verschiedene Diabetesarten (vor allem Typ-1- und Typ-2-Diabetes). Typische Symptome sind:

  • Typ und 1 und 2: Starker Durst (Polydipsie)
  • Typ und 1 und 2: Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  • Typ und 1 und 2: Müdigkeit und Schwäche
  • Typ 2: Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen (typisch für Typ 2)
  • Typ 2: Schwindel und Bewusstseinsstörungen

Die Symptome von Typ-1-Diabetes treten meist plötzlich (= akute Symptome) auf.

Die Symptome von Typ-2-Diabetes entwickeln sich hingegen schleichend und bestehen meist über längere Zeit (= chronische Symptome).

Wie unterscheiden sich die Symptome von Typ-2-Diabetes zwischen Frauen und Männern?

Frauen haben bei Typ-2-Diabetes besonders häufig die folgenden Symptome:

Männer haben bei Typ-2-Diabetes besonders häufig die folgenden Symptome:

Warum unterscheiden sich die Symptome zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes?

Die Symptome unterscheiden sich zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes, weil die Krankheiten unterschiedliche Ursachen und Verläufe haben:

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Dadurch entsteht ein Insulinmangel.

Die Krankheit beginnt meist plötzlich und führt schnell zu ausgeprägten Symptomen wie starkem Durst, häufigem Wasserlassen, Gewichtsverlust, Übelkeit und manchmal einem süßlich-fruchtigen Atem.

Typ-2-Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren, obwohl die Bauchspeicheldrüse zunächst noch Insulin produziert.

Die Krankheit beginnt schleichend. Typische Symptome wie Müdigkeit, Sehverschlechterung, schlecht heilende Wunden oder häufige Infekte treten oft erst spät auf, wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist. Deshalb bleibt Typ-2-Diabetes häufig lange unentdeckt.

Nächstes Kapitel:
Welche Folgeerkrankungen können auftreten?
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